Derzeit geraten zentrale Umwelt- und Naturschutzregeln der EU unter
Druck. Unter dem Schlagwort „Entbürokratisierung“ drohen Standards verwässert, Kontrollen für Unternehmen abgeschwächt und Pflichten verschoben zu werden – mit drastischen Folgen für
Mensch und Natur.
Denn starke Umweltgesetze sind unverzichtbar. Sie schützen unsere Lebensgrundlagen: sauberes Trinkwasser, fruchtbare Böden, frische Luft und eine gesunde Natur. Sie stellen den wirksamen
Schutz von Arten sicher und schaffen den Rahmen dafür, dass Natur sich entwickeln und erholen kann. Lässt dieser Schutz nach, geraten ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. Und die Kosten tragen
am Ende wir alle: durch Klimaschäden, teure Reparaturen und Krankheitsfolgen.
Schutzregeln, die wir über Jahrzehnte erkämpft haben, dürfen nicht für kurzfristige wirtschaftliche Interessen ausgehöhlt werden. Gerade weil es um so viel geht, braucht es Transparenz, klare
Standards und wirksame Kontrollen.
DO 11. Juni | 18:30 | Orangerie Oranienburg
Ökofilmtour „Wie geht Natur?!“ u.A. Prof. Dr. Michael Succow
mit anschließender Podiumsdiskussion
Aija Torkler (Naturpark Barnim) und Christian Mahler (NABU Oranienburg)
Ort: Kanalstraße 26A, 16515 Oranienburg
Wir haben als NABU Oranienburg die Möglichkeit, einen Stand zu betreiben und die Veranstaltung bzw. den Rahmen dafür mitzugestalten, indem wir unsere Themen sichtbar machen. Wenn es in unserer Region Naturinteressierte gibt, die uns noch nicht kennen, dann werden wir sie vermutlich dort treffen. Evtl. kommen euch ja schon Ideen.
Orga-Team: Wer ist dabei?
SO 21. oder SO 28. Juni | 15 Uhr | Vereinssitz Amselweg 6, Lehnitz
Mitsommerfest NABU Oranienburg
nicht öffentlich, ausschließlich für AG-Mitglieder + ein Gast
Treffpunkt
Bitte parkt schon am Havelkorso oder Drosselweg, der Amselweg ist sehr eng.
Teilnehmerliste: Wer ist dabei?
5. + 6. Juni 2026 | FFH Eichwerder Moorwiesen
Zum zweiten mal in diesem Jahr gingen Kati und Gerd mit zahlreichen Helfern der hoch invasiven Pflanze ans Rhizom. Herzlichen Dank an alle helfenden Hände.
6. Juni 2026 | Temmen-Ringenwalde
Wir danken Uta Kietsch herzlich für ihre Führung und die umfangreichen Informationen rund um ihr Unternehmen, regionales Sattgut zu sichern und zu vermehren. Leider bleibt offen, ob sie trotz bürokratischer und wirtschaftlicher Hürden ihr Vorhaben fortsetzen kann.
30. + 31. Mai 2026 | Amselweg Lehnitz
die den Verein als Biologin mit ihren außerordentlichen botanischen und ökologischen Kenntnissen seit Gründung unterstützt hat.
SO 12. April 2026 | NSG und FFH-Gebiet Leitsakgraben
Trotz Regens genossen 17 Interessierte den Spaziergang durch einen artenreichen Teppich bunter Frühjahrsblüher. Botanisches Highlight war die Schuppenwurz, ein Vollparasit in diesem Feuchtwald. Martina gab uns zusätzlich detailreich Einblicke in die unterschiedlichen Lebensräume, besonders das Relikt eines flächigen Eschenauenwaldes.
SA 11. April 2026 | NSG Schnelle Havel
Bei herrlichstem Sonnenschein wanderten 22 Naturliebhaber entlang der renaturierten Schnellen Havel. Hans-Werner und Roland stellten das Gebiet sowie die Maßnahmen vor und erklärten die Aufgaben zur Gebietsbetreuung. Erfreuliches Ergebnis des Ausflugs ist, dass Antje diese Fürsorge zukünftig übernehmen will.
5. März 2026 | Glienicke
Zum Schutz der Amphibien, die momentan zu ihrem Laichgewässer auf der gegenüberliegenden Straßenseite wandern, stellt der NABU Oranienburg der Gemeinde Glienicke einen Amphibienschutzzaun zur Verfügung. Mitarbeiter der Gemeinde installierten den Zaun. Einige Glienicker übernehmen die tägliche Kontrolle, den sicheren Transport und die Erfassung der Tiere. Wir danken allen Engagierten herzlich und besonders Ralph für die Organisation dieser Zusammenarbeit.
28. Februar 2026 | FFH Gebiet Eichwerder Moorwiesen
Am letzten Tag vor der gesetzlich festgelegten Brutsaison fällten 13 aktive Aktive zahlreiche Spätblühende Traubenkirschen im FFH-Gebiet Eichwerder Moorwiesen. Die von Kati und Gerd
organisierte Pflegemaßnahme soll die weitere Verbreitung auf dem Trockenrasen eindämmen, um diesen artenreichen Lebensraum zu erhalten. Der sonnige
Frühlingstag versüßte uns die Aktion. Wir danken allen die dabei waren herzlich.
27. Februar 2026 | NSG Schnelle Havel
Am 27.2. - bei herrlichstem Frühlingswetter - vor der Brutsaison - zogen fünf tatkräftige NABUS unseres Vereins los, um Kopfweiden entlang des Ufers der renaturierten schnellen Havel bei Neuholland zu beschneiden. Die Maßnahme sieht zunächst etwas brutal aus, ist der Biodiversität aber sehr dienlich. Nebenbei konnten wir etliche ziehende Kraniche, Rotdrosseln, Kiebitze, Pfeif- Schnatter- Schell- Enten und Singschwäne beobachten. Seeadler und Rotmilane nutzten die Thermik zahlreich. Ein wunderbarer Tag.
der nach 97 Jahren von Neugier erfülltem Lebem verstarb, der uns als Experte sehr fehlen wird.
10. - 12. Januar 2026 | FFH Gebiet Briesetal
Nachdem uns Schneesturmtief Elli nicht erreicht hat, haben wir kurzfristig einen Moorpflegeeinsatz organisiert. Beim schönstem Sonnenschein und ~9C haben wir mit 4 Motorsägen 5 Stunden lang mittelstarke Erlen gefällt. Diese wurden am Sonntag mit einer Seilwinde aus dem Moor gezogen sowie parallel mit 3 weiteren Helfern Gehölzsämlinge mit Astscheren in der Moorfreifläche abgeschnitten und mit Planen herausgezogen. Montag werden die restlichen Erlen herausgezogen, bevor für Dienstag Regen angesagt ist.
Eine richtig effektive Naturschutzmaßnahme, die allen Spaß gemacht hat - eine gute Alternative zum einfachen Winterspaziergang.
die uns als tatkräftige Gefährtin und liebe Freundin sehr fehlen wird.
29. November 2025 | Potsdam
Landesdelegiertenversammlung NABU Brandenburg
Auf der Landesdelegiertenversammlung des NABU hält unser Vorsitzender Prof. Christian Mahler einen Vortrag zur Geschichte und Zukunft der Schutzgebietskommunikation des Landes Brandenburg, die er aktiv mitgestaltet. Derzeit wird der Brandenburger Schildererlass überarbeitet, um neuen rechtlichen und gestalterischen Anforderungen gerecht zu werden. Der Impuls zur Neugestaltung kam aus der ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung in unserem Verein. Einen tiefergehenden Einblick in die 75-jährige Geschichte des Symbols bietet die nachfolgende Dokumentation.
11. November 2025 | Basdorf
15 Kinder der Comenius Grundschule Oranienburg haben am 11. November gemeinsam mit der Wald -und Jagdgemeinschaft, der Freiwilligen Feuerwehr sowie Vertretern regionaler Betriebe Basdorfs in einem Waldgebiet selbst gebaute Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse angebracht.
Die Kinder aus den Klassenstufen eins bis fünf arbeiten seit mehreren Jahren gemeinsam mit Naturtrainern des NABU Oranienburg in einer AG Junger Naturforscher, der sie den Namen „Club der
Magischen Tiere“ gegeben haben. In der AG trägt jedes Kind den Namen eines Tieres mit dem Anfangsbuchstaben seines Vornamens. Spielerisch, mit Basteleien, Experimenten und Expeditionen in die
Umgebung werden sie für die Wahrnehmung ihrer Umwelt sensibilisiert und können am praktischen Naturschutz mitwirken.
Nisthilfen für ein Waldgebiet zu schaffen, war ein wichtiger Bestandteil des diesjährigen inhaltsreichen und vielseitigen AG Programms.
Die Bausätze für die Nisthilfen und der Waldausflug selbst wurden von der Jägerschaft Basdorf durch Vermittlung von Ringo Becker mit der Unterstützung von Ronny Schmidt vom Rotary Club Oranienburg/Hennigsdorf für die Kinder finanziert und organisatorisch abgesichert. Die Bausätze für die Nisthilfen wurden von regionalen Handwerksbetrieben und einer Förderwerkstatt gefertigt.
Der Zusammenbau der Nisthilfen erfolgte durch die Kinder unter Anleitung der Naturtrainer, mit viel handwerklichem Geschick und Freude. Während des Werkelns diskutierten sie intensiv über
die zukünftigen Bewohner, lernten Aussehen, Stimmen und Verhaltensweisen kennen.
Ziel des Projektes ist es, bei den Kindern das Bewusstsein für Natur- und Artenschutz zu fördern und durch das Anbringen der Kästen die Population verschiedener gefiederter Waldbewohner und
Fledermäuse zu unterstützen.
Der Höhepunkt des Projektes war für alle Teilnehmer der gemeinsame Waldausflug am 11. November auf Einladung der Basdorfer Partner mit dem Anbringen der Nisthilfen und dem anschließende
fröhlichen Beisammensein am Lagerfeuer mit Stockbrot, Bratwurst vom Grill und warmen Getränken.
Dabei wurden in lockerer Form die Berichte über Erlebnisse während der Waldexkursion und viele weitere Informationen zum Thema Wald ausgetauscht.
Ein besonderer Dank gilt den Initiatoren und Organisatoren dieses Projektes in Basdorf und Oranienburg. Für die Kinder war es ein wunderbares Erlebnis.
der uns als warmherziger Mensch und unermüdlicher Naturschützer sehr fehlen wird.
13. Juli 2025 | FFH-Gebiet Muhrgraben
16 patschnasse Neugierige schlichen heute entzückt über die Wiesen des FFH Gebiets Muhrgraben Teufelsbruch und genossen die bemerkenswerte Artenvielfalt auf den kalkliebenden Pfeifengraswiesen und den Flachlandmähwiesen. Geführt wurde die Exkursion durch die Botaniker und Gebietsbetreuer Martina Wagner und Stefan Weise sowie dem Entomologen Norbert Priemuth vom Verein Natur Hennigsdorf. Herzlichen Dank für diesen erhellenden Vormittag. Kontakt: [email protected]
12. Juli 2025 | Rathaussaal Birkenwerder
Wir eröffneten unsere Mitgliederversammlung mit einem interessanten Fachvortrag über Gewinner und Verlierer der Käferfauna in Berlin und Brandenburg, den Jens Esser von der Entomologischen Gesellschaft ORION Berlin gegr. 1890 e.V. für uns hielt. Herzlichen Dank dafür.
Anschließend folgten wir reibungslos der Tagesordnung
1 | Feststellung der Beschlussfähigkeit
2 | Abstimmung der Tagesordnung
3 | Bericht des Vorstandes
4 | Kassenbericht 2024
5 | Bericht der Kassenprüfer
6 | Diskussion der Berichte zu 3 und 4
7 | Entlastung des Vorstandes
8 | Wahl der Vertreter für die LDV 2025
9 | Satzungsänderung
10 | Verschiedenes
Wir sind sehr froh, dass unserer Satzungsänderung nach konstruktiven Disskussionen von allen 28 anwesenden Mitgliedern des NABU Oranienburg zugestimmt wurde und danken Euch allen sehr für Euer Engagement!
6. Juli 2025 | in und um Birkenwerder
Unsere Expertin für Schwalben und Mauersegler Yvonne Schuldes hat uns auf einer geplant dreistündigen, für besonders Interessierte dann sechsstündigen Radtour in und um Birkenwerder bis nach Oranienburg viel über die Arten und ihren Schutz vermitteln können. Besonders erfreulich waren dabei die beeindruckenden Erfolge, die sie durch persönliche Beharrlichkeit erwirken konnte. Danke Yvonne, dass Du Dir an diesem Tag so viel Zeit genommen hast, uns für Deine Herzensangelegenheit zu begeistern. Oranienburg dürfte sich dank Dir Mauerseglerstadt nennen.
24. Juni 2025 | FFH Gebiet Kreuzbruch
Am Dienstag trafen sich drei Mitglieder der AG Kreuzbruch, um die vom Biber verstopften Zuflüsse zur Entenwerft wieder freizulegen. Momentan ist kaum noch Wasser in der Landschaft. In der Hoffnung auf Niederschläge soll dieser bewährte Kranichnistplatz für die nächste Saison gut vorbereitet sein.
21. Juni 2025 | Bungalow Amselweg 6 Lehnitz
In unserem neuen Vereinsheim feierten wir ein urgemütliches Mittsommerfest. Viel wertvolle Zeit zum Reden. Alles noch etwas improvisiert, ist das Fest so gelungen, weil alle mitgewirkt haben. Wir danken allen Mitgliedern für ihre Solidarität, ihren Beitrag zum schönen Buffet, Werkzeug und Möbelspenden, Arbeitseinsatz etc. Und besonders Ziska Rosin, die in den 1990-ern ihr Grundstück dem Naturschutzbund stiftete.
7. Juni 2025 | FFH Gebiet Eichwerder Moorwiesen
Kati und Gerd konnten zahlreiche Helfer aus der Nachbarschaft für den Pflegeeinsatz gewinnen. Die Gemeinde Glienicke stellte einen Container für die Entsorgung der hoch invasiven Pflanze. Die Wurzeln/Rhizome mussten aufwendig aus der Erde gezogen werden. Herzlichen Dank an alle helfenden Hände.
17. Mai 2025 | NSG Kremmener Luch
Gegenwärtig wird das Naturschutzgebiet Kremmener Luch nur noch von zwei ehrenamtlichen NABU-Mitgliedern betreut, die nun altersbedingt die anfallenden Aufgaben wie Zustandskontrollen, Wassermanagement und Pflege zunehmend weniger übernehmen können. Ihre im Gebiet über Jahrzehnte gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen sollen jedoch nicht verloren gehen, sondern an jüngere, motivierte Naturschützer weitergegeben werden. So könnten wir den Erhalt dieser wertvollen Vielfalt an Feuchtbiotopen und Pflanzen- und Tierarten auch in Zukunft sichern.
Zu dieser Jubiläums-Exkursion luden wir gezielt die Kremmener NABU-Mitglieder und weitere Interessierte aus der Region ein, um Menschen zu finden, die Lust haben, für den Naturschutz im Herzen ihrer Gemeinde aktiv tätig zu werden. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und wir hatten positive Resonanz. Anamarie unterstützt uns nun bei der Gebietsbetreuung.
März bis Juni 2025
Wie auch letztes Jahr führte unser Ornitologe Falk Pollähne durch vier öffentliche und sehr gut besuchte Vogelstimmenwanderungen im Wirkungskreis unseres Vereins. Neben der ornitologischen Weiterbildung und der Begeisterung von Nachwuchs auch ein sehr wirkunsvolles Instrument unserer Öffentlichkeitsarbeit. Danke Falk, für Dein großzügiges Engagement.
20. März 2025 | NSG Liebenberger Bruch
Ab heute wirft der NABU Oranienburg seinen gewissenhaft prüfenden Blick
auch auf das Schutzgebiet Liebenberger Bruch. Wir trafen uns mit einem
Mitarbeiter der NABU Stiftung, um die Betreuung ihrer Liegenschaften in dem Gebiet zu besprechen. Auf den stiftungseigenen Grundstücken wird auf jegliche wirtschaftliche Nutzung verzichtet, um
einen hohen Totholzanteil zu erhalten und die natürliche Waldverjüngung zu fördern.
Das Liebenberger Bruch, nun nach vorangegangener Entwässerung
vielfältiger Mischwald, ist Naturschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, und liegt im Vogelschutzgebiet Obere Havelniederung sowie im Landschaftsschutzgebiet Liebenberg. Viele seltene Arten
finden in dem über 44 Hektar umfassenden Naturraum ein Zuhause.
15. März 2025 | NSG Kremmener Luch
20. März 2025 | FFH-Gebiet Muhrgraben mit Teufelsbruch
100 Jahre gibt es das NSG Kremmener Luch und es wurde Zeit für neue Eulenschilder. Bepackt mit Pfosten, Werkzeug und guter Laune haben wir aus alt neu gemacht.
Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ist schon ein sehr langes Wort für ein Schild. Das FFH-Gebiet Muhrgraben mit Teufelsbruch begrüßt seine Besucher nun mit Schildern, die darauf hinweisen, dass sie das größte Schutzgebietsnetz zum Erhalt der biologischen Vielfalt Europas betreten. Gemeinsam mit dem Natur Hennigsdorf e.V. hat der NABU die Schilder installiert. Das Gebiet wird von Martina Wagner betreut.
15. März 2024
Unserem Verein ist Vielfalt ein wichtiges Anliegen, auch in Bezug auf unsere Mitglieder. Wir bekennen uns zu Menschlichkeit, Weltoffenheit, Toleranz und Diversität. Wir heißen jeden willkommen, der sich ehrenamtlich für die Natur engagieren möchte.
Demokratie, eine solidarische Gesellschaft und sachliche Debatten sind das Fundament unseres Wirkens. Um dies zu erhalten und uns von antidemokratischen und rechtsradikalen Akteuren zu distanzieren, haben wir uns dem Bündnis "Brandenburg zeigt Haltung" angeschlossen.
Werte des NABU
Der NABU ist überparteilich und überkonfessionell und bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Er steht in seiner Tätigkeit als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Er bietet den Mitgliedern unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Alter, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität eine Heimat. Der NABU setzt sich als zivilgesellschaftlicher Akteur verantwortungsvoll für einen guten Zustand von Natur und Umwelt ein. Das Handeln des NABU basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz. Der NABU hat zudem in seiner Verbandsordnung ausdifferenziert, dass Menschenrechte, der entschiedene Einsatz gegen Diskriminierung, Fremdenhass und Menschenfeindlichkeit und der Schutz von Betroffenen verbandliche Aufgaben sind. Für uns ist völlig klar: Rassismus und ausschließendes Verhalten sind für den NABU nicht zu tolerieren. Der NABU trägt Verantwortung, nicht nur für den Natur- und Umweltschutz sondern auch als starke Stimme einer demokratischen Zivilgesellschaft.
25. Januar 2024
Mit einem neuen Vorstand, einer vollständig überarbeiteten Website und einer Social-Media-Präsenz wird die erfolgreiche Arbeit des NABU Oranienburg in die Zukunft geführt.
Im NABU Oranienburg hat mit der Wahl eines neuen Vorstandes ein Generationenwechsel stattgefunden. Den Vorsitz des Gremiums übernehmen Christian Mahler und Claudia Köhler. Die bisherigen Vorsitzenden Hans-Werner Schmidt und Siegfried Behrendt werden den Verein im Beirat unterstützen und so ihre erfolgreiche Naturschutzarbeit der vergangenen Jahrzehnte fortführen.
Bereits seit den siebziger Jahren engagierte sich eine Gruppe der bis heute aktiven Mitglieder im Naturschutz. Mit der Vereinsgründung 1991 schuf sie den organisatorischen Rahmen für die intensive und kompetente Betreuung geschützter Arten und wertvoller Lebensräume im Großraum Oranienburg. Heute zählt der Regionalverband 1700 Mitglieder. Der neue Vorstand will in Zukunft noch mehr Menschen für die aktive Naturschutzarbeit begeistern, die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden intensivieren und die Vernetzung mit anderen Naturschutzgruppen ausbauen.
Seit Kurzem präsentiert sich der NABU Oranienburg mit einer vollständig überarbeiteten Website. Ergänzend versorgt er seine Follower auf Instagram (nabu.oranienburg) und Facebook (NABU Oranienburg) mit aktuellen Nachrichten.
Was war Ihre Motivation, den Vorsitz des NABU Oranienburg zu übernehmen?
CM: Wir haben den Vorsitz übernommen, damit das bisher Geleistete durch einen Generationenwechsel bewahrt und fortgeführt wird. Den Regionalverband des NABU in Oranienburg gibt es seit über 30
Jahren. Momentan hat der Verein etwa 1700 Mitglieder – mehr als jede Partei im Landkreis. Einige unserer Aktiven waren bereits zu DDR-Zeiten Naturschützer. Dass wir in unserer Region noch so
reiche Naturschätze haben, liegt auch an den unzähligen Stunden ihrer ehrenamtlichen Arbeit für den Erhalt, die Pflege und Entwicklung bedrohter Lebensräume und Arten. Aus Altersgründen trat der
bisherige NABU-Vorsitz nicht mehr zur Wahl an. Ihm gilt unser Dank und Respekt. Damit das immense Wissen nicht verloren geht und die jahrelange Arbeit des Vereins fortgeführt wird, unterstützen
sie uns nun im Beirat.
Was sind Ihre Ziele?
CK: Zunächst gilt es, das Vorhandene zu sichern und für unsere altgedienten Betreuer für Arten und Schutzgebiete Nachfolger zu finden. Insgesamt wollen wir mehr Mitglieder für die aktive
Naturschutzarbeit gewinnen. Seit Kurzem gibt es unter www.nabu-oranienburg.de eine neue Homepage und dazu eine Präsenz in gängigen Social-Media-Kanälen. Hier weisen wir auch auf unsere zum Teil
öffentlichen Veranstaltungen hin.
CM: Um zielgerichtete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, bedarf es einer detaillierten Orts- und Artenkenntnis. Das leisten unsere aktiven Mitglieder als ehrenamtliche Naturschutzhelfer. Dabei liegt
uns eine gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden sowie mit Naturschutz-Akteuren der benachbarten Verbände am Herzen.
Was sind Ihre größten Herausforderungen?
CK: Die Klimakrise und die damit einhergehenden Veränderungen werfen einen großen Schatten auf unsere Arbeit. In den letzten 10 Jahren sind über 40 Prozent der Kleingewässer in Brandenburg
ausgetrocknet – ein massives Artensterben speziell von Amphibien und Insekten ist die Folge.
CM: Zum Thema Wasser in der Landschaft muss besonders in unserer Region ein entschiedenes Umdenken stattfinden. Durch Meliorationsmaßnahmen bis in den letzten Winkel wird noch immer alles Wasser
abgeleitet, obwohl wir schon seit Jahren eine negative Wasserbilanz haben. Die Sommer werden heißer und mit jedem Grad Temperaturerhöhung nimmt die Luft mehr Feuchtigkeit auf. Die Verdunstung ist
über das Jahr gesehen höher als die Niederschlagsmenge. Gewässer und Böden trocknen aus, Grundwasserstände sinken. Unsere Schutzgebiete sind überwiegend Moore, die ohne Wasser nicht nur ihren
Artenreichtum verlieren, sondern massiv CO2 ausstoßen. Deshalb hat der Wasserrückhalt für uns oberste Priorität.
Wie kann man Ihre Vereinsarbeit unterstützen?
CK: In erster Linie durch aktives Mitwirken. Leider hat das Land Brandenburg zu wenig hauptberufliche Stellen im Naturschutz. Ohne die Mitarbeit von Ehrenamtlichen wäre regionaler Naturschutz
nicht zu leisten. Wer im Rahmen seiner Möglichkeiten mitmacht und einen Teil seiner Ressource Freizeit spendet, bereichert sich – und uns alle.