15. März 2024

NABU Oranienburg für Vielfalt und Toleranz

Unserem Verein ist Vielfalt ein wichtiges Anliegen, auch in Bezug auf unsere Mitglieder. Wir bekennen uns zu Menschlichkeit, Weltoffenheit, Toleranz und Diversität. Wir heißen jeden willkommen, der sich ehrenamtlich für die Natur engagieren möchte.

 

Demokratie, eine solidarische Gesellschaft und sachliche Debatten sind das Fundament unseres Wirkens. Um dies zu erhalten und uns von antidemokratischen und rechtsradikalen Akteuren zu distanzieren, haben wir uns dem Bündnis "Brandenburg zeigt Haltung" angeschlossen.

Werte des NABU

Der NABU ist überparteilich und überkonfessionell und bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Er steht in seiner Tätigkeit als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Er bietet den Mitgliedern unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Alter, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität eine Heimat. Der NABU setzt sich als zivilgesellschaftlicher Akteur verantwortungsvoll für einen guten Zustand von Natur und Umwelt ein. Das Handeln des NABU basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz. Der NABU hat zudem in seiner Verbandsordnung ausdifferenziert, dass Menschenrechte, der entschiedene Einsatz gegen Diskriminierung, Fremdenhass und Menschenfeindlichkeit und der Schutz von Betroffenen verbandliche Aufgaben sind. Für uns ist völlig klar: Rassismus und ausschließendes Verhalten sind für den NABU nicht zu tolerieren. Der NABU trägt Verantwortung, nicht nur für den Natur- und Umweltschutz sondern auch als starke Stimme einer demokratischen Zivilgesellschaft.


26. Februar 2024

Großreinemachen auf den Schwimmhafenwiesen

Der NABU Oranienburg hat das Naturschutzgebiet Schwimmhafenwiesen in Hennigsdorf von illegal entsorgtem Müll befreit.

Seit Beginn dieses Jahres betreut Hans Welzel vom NABU-Regionalverband Oranienburg ehrenamtlich das Naturschutzgebiet Schwimmhafenwiesen zwischen Havel und Nieder Neuendorfer See. In einer ersten Aktion folgten am Sonntag, 25. Februar 2024, zahlreiche Helfer seinem Aufruf, den Müll aus dem wertvollen Biotop zu entfernen.

 

Unterstützung erhielt der NABU Oranienburg von der Stadt Hennigsdorf, die die Entsorgung des Mülls übernimmt. Der Einsatz erfolgte rechtzeitig vor der Brut- und Vegetationsperiode, um Störungen in diesem empfindlichen Lebensraum zu vermeiden.

Anja, Beate, Christian, Claudia, Diethard, Falk, Frank und Frank, Hans, Jette, Karina, Kati, Lina, Martina, Nadja, Nicola, Norbert, Ralph, Rasmus, Robin, Uta und Uta – herzlichen Dank für Eure Hilfe.


25. Januar 2024

NABU-Regionalverband Oranienburg stellt sich neu auf

Mit einem neuen Vorstand, einer vollständig überarbeiteten Website und einer Social-Media-Präsenz wird die erfolgreiche Arbeit des NABU Oranienburg in die Zukunft geführt.

 

Im NABU Oranienburg hat mit der Wahl eines neuen Vorstandes ein Generationenwechsel stattgefunden. Den Vorsitz des Gremiums übernehmen Christian Mahler und Claudia Köhler. Die bisherigen Vorsitzenden Hans-Werner Schmidt und Siegfried Behrendt werden den Verein im Beirat unterstützen und so ihre erfolgreiche Naturschutzarbeit der vergangenen Jahrzehnte fortführen.

 

Bereits seit den siebziger Jahren engagierte sich eine Gruppe der bis heute aktiven Mitglieder im Naturschutz. Mit der Vereinsgründung 1991 schuf sie den organisatorischen Rahmen für die intensive und kompetente Betreuung geschützter Arten und wertvoller Lebensräume im Großraum Oranienburg. Heute zählt der Regionalverband 1700 Mitglieder. Der neue Vorstand will in Zukunft noch mehr Menschen für die aktive Naturschutzarbeit begeistern, die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden intensivieren und die Vernetzung mit anderen Naturschutzgruppen ausbauen.

 

Seit Kurzem präsentiert sich der NABU Oranienburg mit einer vollständig überarbeiteten Website. Ergänzend versorgt er seine Follower auf Instagram (nabu.oranienburg) und Facebook (NABU Oranienburg) mit aktuellen Nachrichten.

 

Interview mit den neuen Vorsitzenden Christian Mahler und Claudia Köhler

Was war Ihre Motivation, den Vorsitz des NABU Oranienburg zu übernehmen?


CM: Wir haben den Vorsitz übernommen, damit das bisher Geleistete durch einen Generationenwechsel bewahrt und fortgeführt wird. Den Regionalverband des NABU in Oranienburg gibt es seit über 30 Jahren. Momentan hat der Verein etwa 1700 Mitglieder – mehr als jede Partei im Landkreis. Einige unserer Aktiven waren bereits zu DDR-Zeiten Naturschützer. Dass wir in unserer Region noch so reiche Naturschätze haben, liegt auch an den unzähligen Stunden ihrer ehrenamtlichen Arbeit für den Erhalt, die Pflege und Entwicklung bedrohter Lebensräume und Arten. Aus Altersgründen trat der bisherige NABU-Vorsitz nicht mehr zur Wahl an. Ihm gilt unser Dank und Respekt. Damit das immense Wissen nicht verloren geht und die jahrelange Arbeit des Vereins fortgeführt wird, unterstützen sie uns nun im Beirat.

Was sind Ihre Ziele?

CK: Zunächst gilt es, das Vorhandene zu sichern und für unsere altgedienten Betreuer für Arten und Schutzgebiete Nachfolger zu finden. Insgesamt wollen wir mehr Mitglieder für die aktive Naturschutzarbeit gewinnen. Seit Kurzem gibt es unter www.nabu-oranienburg.de eine neue Homepage und dazu eine Präsenz in gängigen Social-Media-Kanälen. Hier weisen wir auch auf unsere zum Teil öffentlichen Veranstaltungen hin.

CM: Um zielgerichtete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, bedarf es einer detaillierten Orts- und Artenkenntnis. Das leisten unsere aktiven Mitglieder als ehrenamtliche Naturschutzhelfer. Dabei liegt uns eine gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden sowie mit Naturschutz-Akteuren der benachbarten Verbände am Herzen.

Was sind Ihre größten Herausforderungen?

CK: Die Klimakrise und die damit einhergehenden Veränderungen werfen einen großen Schatten auf unsere Arbeit. In den letzten 10 Jahren sind über 40 Prozent der Kleingewässer in Brandenburg ausgetrocknet – ein massives Artensterben speziell von Amphibien und Insekten ist die Folge.

CM: Zum Thema Wasser in der Landschaft muss besonders in unserer Region ein entschiedenes Umdenken stattfinden. Durch Meliorationsmaßnahmen bis in den letzten Winkel wird noch immer alles Wasser abgeleitet, obwohl wir schon seit Jahren eine negative Wasserbilanz haben. Die Sommer werden heißer und mit jedem Grad Temperaturerhöhung nimmt die Luft mehr Feuchtigkeit auf. Die Verdunstung ist über das Jahr gesehen höher als die Niederschlagsmenge. Gewässer und Böden trocknen aus, Grundwasserstände sinken. Unsere Schutzgebiete sind überwiegend Moore, die ohne Wasser nicht nur ihren Artenreichtum verlieren, sondern massiv CO2 ausstoßen. Deshalb hat der Wasserrückhalt für uns oberste Priorität.

Wie kann man Ihre Vereinsarbeit unterstützen?

CK: In erster Linie durch aktives Mitwirken. Leider hat das Land Brandenburg zu wenig hauptberufliche Stellen im Naturschutz. Ohne die Mitarbeit von Ehrenamtlichen wäre regionaler Naturschutz nicht zu leisten. Wer im Rahmen seiner Möglichkeiten mitmacht und einen Teil seiner Ressource Freizeit spendet, bereichert sich – und uns alle.